System Lauterbach
Das System Bodenkörperfilterschacht ist die optimale Alternative in Sachen Kleinkläranlagen. Diese wartungsfreundliche Kleinkläranlage funktioniert im Ideal-
fall
völlig ohne Fremdenergie (Strom). Sie ist für Ablaufklasse „C“ unter Nr. Z-55.4-195 und Ablaufklasse „N“ unter Nr. Z-55.4-44 (bei DIBt in Berlin) zugelassen.
FUNKTIONSWEISE:
Das Abwasser gelangt in eine Mehrkammerausfaulgrube. Dort werden
Abwasserbestandteile entfernt und im Volumen reduziert. Die nachfol-
gende Bodenkörperfilteranlage besteht aus mehreren Filtertassen, die
übereinander angeordnet sind. Jede dieser Tassen ist mit einer spezi-
ellen Filterschicht ausgestattet, die unverrottbar ist. Der Tassenboden
besteht aus durchlässigem Beton. Bei Betriebsunterbrechung verhin-
dert eine feuchtigkeitsspeichernde Zusatzschicht über einen längeren
Zeitraum das Austrocknen. Auf der obersten
Filtertasse ist eine verstopfungssichere Ver-
teileinrichtung welche von der hydraulischen
Kraft des Wassers angetrieben wird. Diese
robuste Verteilerwippe ist das einzige mecha-
nische Einbauteil der Anlage. Der kaskaden-
artige Durchfluss hat zum Ziel, dass sich im
Tassenfüllmaterial unterschiedliche Kulturen
VORTEILE:
- hohe Betriebssicherheit – durch hohe Pufferwirkung der biolog. Stufe und die robuste Ausführung, ohne Maschinentechnik (innerhalb kürzester Zeit erreicht der Boden-
körperfilter seine volle Reinigungsleistung – selbst bei schwankenden Zuflüssen oder nach längerem Betriebsstillstand)
- geringer Wartungsaufwand – erforderliche Entleerung nur alle 4 - 7 Jahre, als Wartungsintervall für den Bodenkörperfilterschacht sind zweimal pro Jahr ausreichend
- niedrige Betriebskosten – funktioniert ohne Fremdenergie – kein Stromverbrauch
- minimalste Zusatzkosten – schnelle Inbetriebnahme der Anlage durch werkmäßig vormontierte Anlageteile, keine Wiederbeschaffungskosten von Belüftermotoren
oder Verdichter

von Mikroorganismen ansammeln. Dadurch wird selbst bei nur einmaligem Durchlauf
(auch bei schwankendem Abwasserzuflüssen) ein Abbau der organischen Verschmel-
zung soweit ermöglicht, dass der Ablauf versickert oder die Einleitung eines Vorfluters
erfolgen kann. Hat das Abwasser die oberste Bodenkörperfiltertasse passiert, läuft es
über weitere Tassen (abhängig von der Einwohnerzahl) in den Probeentnahmeschacht
und weiter in den Vorfluter. Ist der Auslauf eines Gewässers nicht mehr als 10 m vom
Bodenkörperfilter entfernt, kann auf den Probeentnahmeschacht verzichtet werden.
Bodenkörperfilter und Probeentnahmeschacht haben beide belüftete Deckel. Durch
die Kaminwirkung wird Luft aus dem
kleineren Probeentnahmeschacht an-
gesaugt und über den größeren Bo-
denkörperfilterschacht geleitet. Die
Luftzirkulation transportiert Sauerstoff
in den Bodenkörperfilter. Über diesen
Prozess kommt es zum Abbau der
Schadstoffe.